Mietzinsausfall in der Ostschweiz – wann sich professionelles Inkasso für Vermieter wirklich lohnt

8. Juli 2026

Stille Mietzinsausfälle gehören zu den unangenehmsten Themen für Vermieterinnen und Vermieter in Romanshorn, Arbon, Kreuzlingen oder Frauenfeld. Eine Zahlung bleibt aus, dann zwei – und plötzlich steht man vor der Frage, wie man am besten reagiert, ohne das Mietverhältnis unnötig zu belasten oder rechtliche Fehler zu machen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wann ein professionelles Inkasso wirtschaftlich Sinn macht, welche Schritte gesetzlich vorgeschrieben sind und wie wir Sie bei MyWinvest dabei unterstützen.

Warum Mietzinsausfälle in der Ostschweiz zunehmen

Auch in der Ostschweiz beschäftigen steigende Lebenshaltungskosten, Mietzinsanpassungen und wirtschaftliche Unsicherheiten viele Vermieterinnen und Vermieter zunehmen. Die Gründe sind bekannt: gestiegene Lebenshaltungskosten, gestaffelte Mietzinserhöhungen aufgrund des Referenzzinssatzes und Veränderungen in der Arbeitswelt. Für Eigentümerinnen und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern bedeutet das: Wer beim ersten ausstehenden Mietzins zu lange wartet, verliert nicht nur Liquidität, sondern auch wertvolle Verfahrensoptionen.


Die rechtliche Ausgangslage in der Schweiz

Das Schweizer Mietrecht ist klar: Bezahlt eine Mieterin oder ein Mieter den Mietzins nicht, kann der Vermieter eine schriftliche Mahnung mit einer Zahlungsfrist von mindestens 30 Tagen versenden (Art. 257d OR). Wird die Forderung innerhalb dieser Frist nicht beglichen, ist eine ausserordentliche Kündigung mit einer Frist von mindestens 30 Tagen auf das Ende eines Monats möglich. Parallel dazu kann das Betreibungsverfahren nach SchKG eingeleitet werden – beispielsweise beim zuständigen Betreibungsamt in Romanshorn, Frauenfeld oder St. Gallen.


Vier Phasen eines sauberen Forderungsprozesses

Phase 1 – Erinnerung und erste Mahnung. Spätestens zehn Tage nach dem fälligen Mietzins lohnt sich eine kurze, freundliche Zahlungserinnerung. Häufig handelt es sich um Versehen oder Bankprobleme, die mit einem persönlichen Anruf gelöst sind. Diese erste Stufe gehört bei uns standardmässig in jedes Verwaltungsmandat.

Phase 2 – Qualifizierte Mahnung mit Fristsetzung. Bleibt die Zahlung aus, folgt die formell korrekte Mahnung mit Verweis auf Art. 257d OR und einer 30-Tage-Frist. Wichtig: eingeschriebener Versand, korrekte Empfängeradresse, klare Forderungssumme, präzise Frist.

Phase 3 – Betreibung und Rechtsöffnung. Verstreicht die Frist, leiten wir das Betreibungsverfahren ein. Wir bereiten das Betreibungsbegehren vor, koordinieren mit dem zuständigen Betreibungsamt und kümmern uns – falls nötig – um die provisorische oder definitive Rechtsöffnung.

Phase 4 – Schlichtung, Kündigung oder Verlustschein. Je nach Konstellation begleiten wir Sie zur Schlichtungsbehörde, zur ausserordentlichen Kündigung oder zur weiteren Verwertung. Verlustscheine bewirtschaften wir aktiv, damit Forderungen bei verbesserter Bonität des Schuldners realisiert werden.


Wann lohnt sich ein externes Inkasso wirtschaftlich?

Eine grobe Faustregel aus unserer Praxis in Romanshorn und Umgebung: Sobald eine Forderung CHF 1’500.– übersteigt oder das Mietverhältnis akut gefährdet ist, lohnt sich der Beizug eines spezialisierten Forderungsmanagements. Eine saubere Betreibung kostet Vermieter pro Fall mehrere Stunden – Zeit, die Eigentümer meist nicht haben. Formfehler bei Mahnung oder Kündigung können das ganze Verfahren zurückwerfen, persönliche Konflikte zwischen Vermieter und Mieter werden durch eine neutrale dritte Stelle entschärft, und viele Vermieter geben Forderungen zu früh auf. Eine professionelle Stelle bleibt dran.


Was MyWinvest anders macht

Wir kombinieren Verwaltungs-Know-how mit Inkasso-Spezialisierung. Das heisst: Wir kennen Ihr Objekt, Ihre Mieter und Ihre Verträge – und können deshalb deutlich schneller eingreifen als ein anonymes Inkassobüro irgendwo in der Schweiz. Unsere Abrechnung ist stundenbasiert und transparent, ohne Erfolgsprovision auf eingetriebene Beträge. Sie zahlen nur den tatsächlichen Aufwand.


Drei häufige Fehler, die wir in der Praxis sehen

Zu lange warten. Je länger eine Forderung liegt, desto unwahrscheinlicher wird die Realisierung.

Mündliche Vereinbarungen. Ratenzahlungen ohne Schuldanerkennung sind im Streitfall wertlos.

Vermischung mit anderen Themen. Mängelrügen oder Hausordnungs-Konflikte sollten getrennt vom Inkasso behandelt werden.


Fazit

Ein Mietzinsausfall ist kein Drama – sofern Sie strukturiert, fristgerecht und rechtssicher reagieren. Wer in Romanshorn, Arbon, Amriswil oder Kreuzlingen ein Mehrfamilienhaus bewirtschaftet, profitiert von klaren Prozessen und einem Partner, der die regionalen Behörden, die Schlichtungsstellen und das Betreibungsumfeld kennt.


Direkte Inkasso-Beratung anfragen

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